Dienstag, 17. August 2010

Titel sind leider aus heute...

Ha! Wochentags schon so spät, da habt ihr wohl gedacht, heute erspart euch der Overbeck sein dummes Gelaber, aber nix! Hier kommt er, der heutige Post.
Und ehrlich gesagt, muss ich ihn auch heute mit Einleitungen, wie der gerade geschriebenen aufblähen, damit er nicht so mikrig aussieht, denn auch der heutige Tag hat leider nichts Spannendes gebracht, worüber man berichten könnte.
Meine Abendplanung (die es aber eigentlich noch gar nicht so richtig gab), hat mir meine Vermieterin heute vermasselt. Nachdem ich sie am Wochenende dann tatsächlich mal telefonisch erreicht hab, und sie gebeten habe, die Miete mal abzuholen, wollte sie das eigentlich gestern tun. Aber wie die Ungarn so sind, ist daraus natürlich nichts geworden. Als ich dann heute von der Arbeit kam, lag das Geld immer noch in der Küchenschublade. Hierzu muss man sagen, dass es nicht nur nach Mafia-Methoden aussieht, sondern es sind Mafia-Methoden... ;-) Fakt ist, dass das hier wohl folgendermaßen läuft: Man vereinbart einen "Übergabeort" und dann kommt der Vermieter, holt sich seine Miete, lässt 'ne Quittung da, und geht wieder. Ich musste mich erstmal an die Vorstellung gewöhnen, 1.000 Euro einfach in 'ne Küchenschublade zu stecken und drauf zu warten, dass sie irgendwann weg sind, aber da die Wohnung schon vorher von einem Mitarbeiter der STRABAG bewohnt wurde, und das dort auch immer so gelaufen ist, hab' ich mir darüber dann keine Gedanken mehr gemacht.
Jedenfalls habe ich sie heute mal angerufen, und ihr gesagt, sie soll das Geld bis spätestens Donnerstag abholen, da ich es auf keinen Fall hier liegen lasse, wenn ich übers Wochenende in Deutschland bin. Und siehe da, sie will heute noch vorbeikommen. Also hab' ich dann auch gewartet, wo ich schonmal die Gelegenheit habe, sie kennen zu lernen, und nach ca. 90 Minuten kam sie dann auch.
Problematisch war, dass sie keinen Quittungsblock oder ähnliches dabei hatte, und ich natürlich ebenfalls nicht, weil ich davon ausgegangen bin, dass sie einen mitbringt... Also haben wir auf Schmierpapier 'ne Mietbestätigung und Quittierung der Miet- und Kautionszahlung angefertigt, die sie mir dann unterschrieben hat... Ich hab' mir aber überlegt, dass ich am Wochenende mal ein Muster-Formular für 'ne Mietquittung ausdrucke, welches sie mir dann nochmal ausfüllen soll, wenn sie das nächste Mal kommt. So, wie das jetzt aussieht, bin ich mir nicht sicher, was die Sachbearbeiterin für die Reisekosten dazu sagt ;-) obwohl es ja ein rechtskräftiges Dokument darstellt. (sieht halt nur ziemlich scheiße aus...)

Tja, danach bin ich dann mal zum Ostbahnhof aufgebrochen, der ja bei mir um die Ecke liegt, in der Hoffnung, dort noch was Spannendes zu finden. Aber leider Fehlanzeige.
In einem Bahnhof, der von außen riesig aussieht sind ca. 8 Gleise nebeneinander, und in Summe vielleicht 15 kleine Shops (Obstverkäufer, Zeitungshändler, usw.)
Dafür, dass es einer der 3 "großen" Budapester Bahnhöfe ist und Budapest ja immerhin 1,7 Mio Einwohner zählt, hatte ich fast mit sowas ähnlichem wie Köln Hbf gerechnet (wenn auch vielleicht nicht ganz so groß).
Aber dass dort so wenig gebacken ist, hat mich jetzt doch gewundert. Vor allem hat der Bahnhof noch zwei riesige Nebenflügel mit Deckenhöhen von ca. 6-8 Metern, die komplett leer stehen.
Auch kein Mäcces oder Burgerking drin. Einfach nur Leere... Sehr seltsam aus Immobilientechnischer Sicht... Eine Erkläung ist vielleicht, dass man das Innere der Bahnhofshalle nur mit gültigem Ticket betreten darf !?! Also nix mit "Ich will nur Züge gucken" oder so. Damit spart man sich zwar sicherlich bis zu einem gewissen Maß den Stau auf den Bahnsteigen, denn es sind ja jetzt wirklich nur Reisende im Bahnhof unterwegs, und keine "Schaulustigen", allerdings kann ich dann auch verstehen, warum sich dann hier kein McDoof oder BK ansiedelt.
Dafür hab' ich denn beide vorgenannten Fast-Food-Filialen in 'ner Nebenstraße beim Nordausgang gefunden. Und der McDonalds hat sogar 'nen McCafé und 'nen kostenlosen Hotspot! Es könnte also sein, dass er dem Starbucks den Rang abläuft, was das blöde Eintragen meiner Anwesenheitszeit angeht, denn er liegt natürlich wesentlich näher an meiner Wohnung.
Mal sehn...

So, dat war et. Mehr fällt mir heute nicht ein. Morgen gibts nochmal 'nen Eintrag und dann ist erstmal Pause bis nächsten Montag.
Bis dahin alles Gute.
Der Papa

Montag, 16. August 2010

Montag - Ein Tag, wie jeder andere

Tach...
so spektakulär, wie mein Wochenende geendet hat, kann ein ordinärer Montag natürlich nicht laufen. Is ja klar...
Von daher muss ich mir ganz schön was einfallen lassen, was die Schreiberei angeht, denn die Messlatte liegt jetzt natürlich extrem hoch. Zu dumm, dass heute aber auch gaaar nix besonderes passiert ist. Ein Montag halt, man steht früh auf, geht zur Arbeit, fährt irgendwann wieder heim und vertrödelt den Rest den Tages vorm PC, da Regen...
Wobei ich heute morgen tatsächlich mal früher aufgestanden bin als sonst, da ich um 8:00 Uhr einen Termin mit meinem ungarischen Chef hatte, und normalerweise bin ich immer erst gegen 8:15 Uhr im Büro. Somit bin ich also 20 Minuten früher aufgestanden, und - obwohl alles gleich lief wie sonst - 30 Minuten früher als sonst im Büro gewesen !?! Leider war's umsonst, denn das Büro wurde erst gegen 8:15 aufgeschlossen und mein Chef kam erst gegen 8:45 Uhr.
Memo an mich: mit Ungarn nie Termine vor 9:00 Uhr ausmachen...
Wobei, vielleicht könnte man gerade diese Eigenschaft nutzen. Man kommt selbst erst um 10 vor 9 und sagt, man warte schon seit 8 Uhr... Darüber muss ich nochmal 'ne Nacht schlafen.
So, worüber könnte man noch reden, wenn einem Nichts einfällt: Genau, das Wetter.
Wie schon erwähnt, heute ab ca. 15 Uhr granatenmäßiges Wetter mit einem Regen, wie wir ihn in Deutschland nur aus dem Kino kennen. Absoluter Wahnsinn, gottseidank saß ich in der Straßenbahn, als es losging, und die paar Meter von der Haltestelle bis zur Wohnung gingen mit Schirm dann irgendwie...
Als es dann gegen 19 Uhr wieder etwas aufklarte, bin ich nochmal raus um Wasser zu kaufen, was bei den Temperaturen hier wirklich schnell weggeht. Außerdem brauchen wir nächste Woche was für den Nachdurst ;-)
Den richtigen Einkaufsbummel für nächste Woche werde ich dann entweder morgen, am Mittwoch oder zur Not am Montag machen, bevor ich dann abends zum Flughafen fahre...

So, mehr fällt mir auch nicht mehr ein, daher lasse ich jetzt mal die Bilder sprechen:
Kleiner Hinweis zum Wechselkurs: 1 Euro sind derzeit knapp 280 Forint (der Forint steht somit zurzeit sehr gut).
Soll heißen, dass der halbe Liter Bier in der Bar auf der Raday Utca, wo ich das Foto geschossen habe 1,29 Euro kostet. :-)))

Viele Grüße! Am Freitag abend seh'n wir uns.
Donnerstag nacht kommt der Papa nach hause!
Bis dahin...


Sonntag, 15. August 2010

Nix Thermalbad, heute Rutschen!

Vielen Dank an Sandra für den Hinweis mit dem Palatinus-Bad auf der Margareteninsel, aber ich habe mich doch anders entschieden... Es ist zwar mit 34°C immer noch bullig heiß hier, aber leider gewittert es seit heute morgen auch immer mal wieder und auch der ein oder andere Regenschauer ist hier schon runter gekommen.
Aus diesem Grund fielen die Freibäder (Palatinus und Aquarena) für heute raus, und übrig blieb:
DAS AQUAWORLD!

Es ist zwar außerhalb der Stadt, aber wie sagt man so schön: "Der Weg zum Griechen immer lohnt, auch wenn man etwas weiter wohnt." (2 sind nicht zu bremsen, bevor das mit den Wetten wieder losgeht...)
Es gibt vom Heldenplatz einen kostenlosen Shuttle-Service, den ich heute morgen um 11:00 Uhr genommen habe. Nach knapp 30 Minuten ist man dann am Schwimmbad, welches direkt am Ramada Hotel angeschlossen ist. Alles sehr neu, und sieht auch tot-chic aus. Zum stolzen Preis von ca. 20 Euro habe ich dann eine Tageskarte gelöst!! (aber gut, ich geh' ja hier abends sonst nicht weg, da kann man dann auch mal 20 Euro fürs Schwimmbad ausgeben).
Schwimmbad-mäßig muss ich sagen: Es sind die besten 20 Euro, die ich je investiert habe... Unter einer riesigen Glaskuppel, die nebenbei von einem Tragwerk aus Holz (!!!) gehalten wird, hat man hier ein Paradies für alle Wasserratten dieser Welt im King-Louis-Dschungel-Stil angelegt. Wirklich alle Facetten werden bedient, von Whirl-pools, über Strömungskanäle und Surf-Becken bis zu den Rutschen, welche ich natürlich primär getestet habe...
Ja, also was die Rutschen angeht, kann ich nur sagen: "Dat is doch mal wat für Vatters Sohn!", denn Rutschen gibts eigentlich, sowei das Auge reicht:
  • Eine Kinderrutsche, die ich hier der Vollständigkeit halber erwähne.
  • Eine kleine Rutsche, ungefähr so wie im Oktopus die im Nichtschwimmer-Becken (nur was länger).
  • Eine, wo man in einen Strudel reinrutscht und irgendwann in der Mitte durch ein Loch nach unten fällt
  • Zwei High-Speed-Rutschen bei denen man mit ca. 30 km/h unten raus schießt. Die letzte Abfahrt hat in etwa die Steigung von der Wildwasserbahn im Phantasialand (!!!).
    Es gibt hier sogar Rutsch-matten (deswegen heißt eine auch "Flying Carpet"), die nochmal 1-2 km/h mehr rauskitzeln... ;-)
  • Einen Flußlauf mit mehreren Zwischenebenen, so wie im Aqualand in Köln, den man mit Reifen bestreitet.
  • Vier große Reifenrutschen, wovon man bei einer Rutsche ("UFO") in den Innenraum eines riesigen UFO-förmigen Gebildes reinrutscht, und dann - je mehr man an Geschwindigkeit verliert - in der Mitte in ein Portal reinrutscht, und dann gehts weiter... :-))) Für diese Rutsche musste ich nebenbei geschlagene 30 Minuten anstehen, aber es lohnt sich.
Alle Rutschen sind nebenbei vom TÜV Rheinland geprüft *lol*, bei der UFO-Rutsche handelt es sich sogar um eine Kategorie 4-Rutsche nach DIN EN 1069, also die höchste Einstufung, für die besondere Auflagen gelten. Die Dinger gibts nicht so oft...



Draußen gehts dann weiter mit mehreren Außenbecken, Spielplatz, Klettergarten, Beach-Volleyball-Feldern, auf dem heute nebenbei ein Turnier stattfand, und nicht zuletzt 'ner Menge großer Liegen, auf denen man die Sonne genießen kann, die dann gegen Nachmittag doch noch rauskam.

Alles in Allem also ein wahnsinns Erlebnisbad, welches seines gleichen sucht. Ich werde hier auf jeden Fall nicht das letzte Mal gewesen sein, soviel ist sicher.

Viele Grüße
Chris


Samstag, 14. August 2010

Saturday Night - Ein Reinfall

Leider… Nachdem mehrere Reiseführer das „Take 5“ am Deak Ferenc tér als absoluten Geheimtipp angepriesen haben, bin ich eben mit sehr hohen Erwartungen dorthin gefahren, was mal wieder beweist: Besser die Erwartung niedrig ansetzen, dann wird man nicht so schnell enttäuscht und freut sich umso mehr, wenn's doch gut ist... Budapest gilt als Hochburg des Jazz, und nachdem ich am Piano selbst mehrere Jahre Jazz gespielt habe, wollte ich mir eine Live-Vorstellung in Budapest nicht entgehen lassen. Im Take 5 treten jeden Abend Bands auf, bzw. wenn keine auftreten, legen DJs auf. Heute war scheinbar einer der Abende, an denen keine Band auftritt. Der DJ spielte aber leider nur seltsames Zeugs, was man vielleicht noch in der Retro/Dance/Raver-Szene auflegen würde. Mir hat’s nicht so wirklich gefallen, daher hab‘ ich nach zwei Bier – die hier in Budapest nebenbei immer direkt als 0,5L-Glas ausgeschenkt werden – dann relativ schnell den Laden verlassen. Da es am Himmel schon wieder anfing zu rumoren, und auch der ein oder andere Donner zu hören war, der nicht von einem Flugzeug kam, bin ich dann per Metro nach Hause.

Ich könnte wetten, dass die Sommerparty bei Ines mein Abendprogramm um Längen schlägt, aber was solls. Ich bin halt gerade in Budapest, und nicht daheim.

Dafür war der Tag ganz nett. Nachdem ich ja jetzt meine provisorischen Sonnen-rollos installiert habe, konnte ich heute dann den ersten Tag mal lange schlafen, was ich auch ausgiebig getan habe. Um 10:30 Uhr bin ich aufgestanden und hab‘ in aller Ruhe gefrühstückt. Dann der Blick auf’s Thermometer: 34°C!! Bei diesen Temperaturen sollte man zwar eigentlich Ausschau nach Schwimmbädern halten, aber ich hab‘ mich dazu entschieden, den Burgberg zu besichtigen, und dafür morgen ins Schwimmbad zu fahren.


Nachdem ich also mit der Metro bis in die Innenstadt gefahren bin und danach die Kettenbrücke überquert habe, bin ich per Pseudo-Drachenfels-Bahn den Burgberg rauf. Ganze 3 Euro kostet die Fahrt, dafür, dass sie gerade mal 2 Minuten dauert. Dafür spart man sich die Kletterei und vor allem viel Zeit. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die Donau sowie den kompletten Stadtteil Pest.

Nachdem ich dann die Ungarische Nationalgallerie, den Burgpalast sowie das Burgviertel gesehen hatte, bin ich nochmal dorthin gegangen, wo ich letztes Wochenende schon mal abends war: Zur Fischerbastion. Und in der Tat, es ist wirklich ein toller Ausblick von hier oben, auch bei Tageslicht.

Von dort aus bin ich den Burgberg zu Fuß nach unten bis zum Moskauer Platz (Moskva tér), von wo ich per Metro wieder heim fahren konnte.

Also alles in Allem: Viel gesehen von der Stadt. Der Burgpalast bzw. der Ausblick von da oben ist – meiner Meinung nach – eins der Dinge, die man gesehen haben sollte, hier in Budapest.

Der Abend war dann nicht so toll, dafür freu‘ ich mich auf morgen. Je nach Wetter geht’s dann entweder in die Aquarena oder das Aquaworld. ;-)

Viele Grüße nach Hause! Ich hoffe, dass Ihr gutes Wetter habt, und die Sommerparty bei Ines im Garten steigt.

Chris




Freitag, 13. August 2010

Friday Night - Szimpla Kert

...das heißt übersetzt „Simpler Garten“ und ist der Name einer der ersten Budapester Ruinenkneipen. Jetzt wollt Ihr wissen, was ‘ne Ruinenkneipe ist. Das ist relativ einfach. Eine Kneipe in ‘ner Ruine. Seit dem Krieg findet man in Budapest immer wieder Bauten, die noch nicht wieder aufgebaut sind und komplett verwahrlost sind. Hier haben sich über die Jahre Obdachlose, jugendliche Graffiti-Sprayer und wer weiß was aufgehalten. Die Geschäftsidee hinter den Ruinenkneipen ist, solche Gebäude zu kaufen und sie fast unverändert in eine Kneipe umzuwandeln.

Das Flair dieser alten Gemäuer mit dem Graffiti und allem drum herum ist wirklich einzigartig, und so wurde die Geschäftsidee des Szimpla Kert großflächig kopiert. Im 7. Bezirk, dem ehemaligen jüdischen Viertel (Elisabeth-Stadt), findet man fast an jeder Ecke eine solche Ruinenkneipe, jedoch ist und bleibt der Ursprung aller Ruinenkneipen das Szimpla Kert in der Kaczinski utca, welches in einer alten Stahlfabrik angelegt ist. Der Laden ist mittlerweile weltweit bekannt und man kann sogar in Berlin in einer nachgebauten Kneipe das original „Szimpla“-Feeling nachempfinden.

Und in der Tat, es ist schon ein etwas seltsames Gefühl, wenn man dort reinkommt. Man geht durch zwei karg beleuchtete Gänge, an deren Wänden der Putz abbröckelt, bevor man in den eigentlichen Hauptraum kommt. Das Gelände hat die Form eines „U“ , sodass man in den Seitenflügeln auf 2 Etagen sitzen, trinken und sogar speisen kann. Zwischen den beiden Gebäudeteilen kann man dann im Innenhof Platz nehmen, der zur Hälfte überdacht ist. Das Areal ist recht groß aber trotzdem rappelvoll, zumindest als ich eben dort war (ca. 22-23 Uhr).

Jeden Abend kommen ca. 800 Gäste aus aller Herren Länder (u.a. viele Studenten aus Deutschland) ins Szimpla Kert, was nicht zuletzt an den Preisen liegt. Für 0,5L Bier habe ich umgerechnet 2 Euro bezahlt! Somit muss man im Grunde noch nicht mal am Tesco-Express (Supermarkt 6:30-24:00 Uhr) an der Ecke zur Rakoczi ut vorglühen.

Die Bilder sprechen für sich… In den Laden müssen wir übernächste Woche auf jeden Fall nochmal!

Auf dem Heimweg bin ich dann noch von 3 Nutten mit dem Spruch „Szex, Mister?“ angequatscht worden, aber dass mein Viertel hier top ist, hab‘ ich ja schon erwähnt.

Viele Grüße in die Heimat…

Chris


Waschtag, oder "Mein Einhorn"


Ihr kennt den Film „Nur noch 60 Sekunden“ mit Nicolas Cage, oder? Immer, wenn er versucht hat, den 67er Shelby GT500 zu klauen, ist was schiefgegangen. Deswegen nannte er ihn sein „Einhorn“.

Genau so geht’s mir mit der Waschmaschine…

Ich bin mal ganz ehrlich. Männer und Wäsche passen irgendwie nicht zusammen…


Auch zu Hause kann mein Schatz ein Lied davon singen, wenn es wieder heißt: „Welches Programm nochmal?“ „Gel oder Pulver?“

Mit dem Trockner komm‘ ich immer super klar, nur mit den Waschmaschinen steh‘ ich irgendwie auf Kriegsfuß… Da mähe ich lieber 4 Stunden lang bei 40°C Rasen oder wasche das Auto, bevor ich freiwillig ‘ne Waschmaschine programmiere. Und das sage ich, als relativ technisch-versierter Mensch, wie ich mich mal bezeichnen würde.

Aber warum gestaltet man diese Kisten auch nicht mal etwas benutzerfreundlicher? Warum muss man weiße Sachen auf „Bunt“-Wäsche waschen? Warum gibt es 45 Waschprogramme, gekoppelt mit nochmal doppelt so vielen Options-Knöpfen, die man noch alle drücken kann, oder je nach Waschprogramm auch nicht… Kommt da noch jemand mit? Liegt das daran, dass Waschmaschinen größtenteils von Frauen bedient werden, und wir Männer ja generell nicht immer ganz mitkommen bei der Frauen-Logik?

Jeder blöde Leergutautomat sagt dir, wenn du Mist baust, wenn die Flaschen im Kasten nicht richtig stehen, der Deckel noch drauf ist, wenn’s die Plastikflasche nicht im Sortiment des Marktes gibt, wenn der Behälter voll ist, usw… Nur Waschmaschinen lassen einen doof sterben und wenn sie über einen lachen könnten, würden sie das auch noch tun. Warum nur? Ich weiß es nicht.

Ich kann nur eins sagen: Auch meine Waschmaschine hier in Budapest gehört zur Familie derer, mit denen ich mich nicht so ganz anfreunden kann, obwohl es im Endeffekt funktioniert hat...

Und die Klamotten müssen irgendwann halt mal gewaschen werden, denn bei den Temperaturen hier (wir haben heute 32°C), kommt man halt durchaus mal ins Schwitzen…

Vor allem gehöre ich zu dem Personenkreis, der morgens und abends nicht das Glück hat, mit den neuen, vollklimatisierten Straßenbahnen zur Arbeit bzw. heim zu fahren. Auf meiner Linie verkehren noch die alten Kisten, die vermutlich noch aus der Wehrmachtszeit stammen. Die verrichten zwar auch noch täglich brav ihren Dienst (und das vermutlich besser als jeder deutsche ICE), sind aber natürlich nicht mal ansatzweise so komfortabel, wie die neuen Bahnen. Zur Klimatisierung wird hier dann mal ein Schiebefenster geöffnet, was aber im Stand auch herzlich wenig bringt…


Ich habe nebenbei immer noch das Problem, dass ich vom Firmen-Hotspot hier in Budapest nicht auf das Intranet unserer Firma zugreifen kann. Meine Mails kann ich zwar auf dem ungarischen PC bearbeiten, aber ein Problem gibt es dennoch: Meine Arbeitszeiterfassung.

Da ich noch nicht zum erlesenen Kreise der AT-Kräfte (Außer-Tariflich bezahlt) gehöre, muss ich meine Arbeitszeiten in ein Tool eintragen, was im Intranet liegt. Das wird mehrmals im Monat ausgelesen, um das Gleitzeitkonto zu aktualisieren, daher sollte man das Eintragen nicht länger als eine Woche schleifen lassen, sonst gibt’s Ärger. (Hatte ich schon mal, weil ich einen Tag vergessen hatte…)

Ich schreibe mir momentan also meine Anwesenheitszeiten auf, und übertrage die dann immer Freitags in dieses Tool, halt nur nicht von der Firma aus, denn unseren Hotspot kann ich ja leider (weil Proxy-Server) nicht benutzen.

Somit musste ich armer Tropf dann heute nochmal zum Starbucks fahren, um dort meine Arbeitszeiten für die Woche einzutragen. Hartes Los, aber einer muss es ja machen. ;-)

Wenn ich also nicht – so wie nächste Woche – zu Hause bin, sondern hier in Budapest, werde ich dann immer Freitags nach der Arbeit zum Starbucks fahren, natürlich aus rein dienstlichen Beweggründen, das will ich an dieser Stelle mal klarstellen! ;-)

Es gäbe sicherlich bei mir in der Nähe auch noch kostenlose Hotspots (Burger King, McDoof, usw.), aber beim Starbucks ist es angenehm kühl, die Internetanbindung ist sehr flott, und nebenbei gibt’s noch sehr guten (wenn auch nicht ganz billigen) Kaffee.

So, jetzt werde ich mal die nächste Maschine Wäsche anmachen.

Mir fällt gerade ein, dass ich dann ja morgen den ganzen Mist noch bügeln muss. Oje… Mein Schatz, wenn ich wieder da bin, gibt’s ‘nen Strauß Blumen, dafür dass du den Mist bislang immer gemacht hast…

Für nachher habe ich bewusst noch nichts geplant, da die Wettervorhersagen heute und auch für das Wochenende geteilter Meinung sind, was Sonne oder Regen angeht. Ich werde also spontan schauen, wie’s aussieht und dann rausgehen, oder nicht.

Euch daheim wünsch‘ ich ein schönes Wochenende. Beim nächsten Wochenende bin ich dann wieder in Siegburg, und dann lassen wir’s krachen!

Viele Grüße

Chris

Donnerstag, 12. August 2010

Tool-Time

Achtung. Der nachfolgende Text kann bei Männern zur sprunghaften Erhöhung der Herzfrequenz führen. Das Weiterlesen für oben erwähnte Personengruppe erfolgt auf eigene Gefahr.

Ihr erinnert Euch noch an mein Problem mit den beiden Dachfenstern und mein dadurch bedingtes Wellensittich-Syndrom?

Nachdem ich nun mittlerweile den 11.Tag in Budapest bin und noch keinen einzigen Morgen später als 5.30 Uhr aufgewacht bin – was mich vor allem am Wochenende tierisch genervt hat – war es dann heute an der Zeit, dieses Problem mal anzugehen.

Bei nicht vorhandenen Sonnen-Rollos an Dachfenstern gibt es eigentlich nur 3 Lösungsmöglichkeiten:

  1. Man bittet die Vermieterin welche zu kaufen, was aber völlig aussichtslos ist, denn die erreiche ich schon seit letzten Montag nicht. Miete hab‘ ich demnach auch noch nicht gezahlt ;-)
  2. Man freundet sich mit ‘ner Velux-Vertreterin an, wobei einem die halt nicht täglich über den Weg laufen.
  3. Man nimmt die Sache selbst in die Hand.

Ich habe mich für die dritte Lösung entschieden, woran Ihr schon erahnen könnt, dass die nun folgende Aktion selbst McGyver dazu bringen wird, weinend den Raum zu verlassen...

Ich bin also nach der Arbeit zum OBI gegangen, der sich nebenbei genau an der Haltestelle befindet, wo ich jeden Morgen aus der Straßenbahn aussteige. Seltsamerweise ist er mir heute Morgen das erste Mal aufgefallen.




Zielstrebig wie ich bin, hab‘ ich dann alle Gänge 2x erkundet, bevor ich das gefunden hatte, wonach ich suchte:
  • Eine Schere (O Gott, nicht schon wieder…)
  • Eine Rolle mit großen, schwarzen Müllsäcken
  • Eine Rolle Maler-krepp

Kostenpunkt: knapp 8 Euro.

Derart gerüstet bin ich dann zu meiner Wohnung und habe ca. 30 Minuten auf dem Dachboden hantiert, wo aktuell eine geschätzte Temperatur von 38°C herrscht, denn draußen sind es schon 30°C. (Mit ein Grund, warum ich heute nicht auf der Margareteninsel joggen gehe…)

Das Resultat ist nicht schön, aber selten. Vor allem aber erfüllt es seinen Zweck!

Klar, an einigen Stellen blinzelt noch die Sonne durch, aber schneidet Ihr mal frei-hand 1,20m Müllsack, wenn Ihr vorher beim Dran-halten mit dem Daumen die Stelle fixiert habt, wo Ihr schneiden müsst.

Außerdem ist der blöde Müllsack genau 5cm zu kurz, somit musste ich also bei beiden Fenstern noch mal stückeln. Aber egal: Von nun an werde ich morgens – auch bei ausgeprägter Sonneneinstrahlung – in Ruhe schlafen können, und das ist doch schon mal was…

Sonst hab‘ ich für heute Abend mal nichts geplant, außer Monkey Island endlich mal durchspielen. Da bin ich nämlich gestern Abend auf seltsame Weise für 2 Stunden dran kleben geblieben, und jetzt lässt es mich nicht mehr los ;-)

In diesem Sinne.

Gute Nacht


Vorher - Nachher