Samstag, 4. September 2010

Scrubs - Die Anfänger...

...genau das ging mir durch den Kopf, als ich gestern gegen 16 Uhr auf den Vorplatz der Semmelweis Universität kam. Ich bin Sandra's Tip gefolgt, und hab mich nach der Arbeit zum Grillfest der Erst-Semester begeben, die gerade von ihrer Ralley durch die Stadt zurück kamen. Alles zukünftige Ärzte, und alle heiß auf die frisch gegrillten Bratwürste (die nebenbei sehr lecker waren), aber wenn ich durch die ganze Stadt gerannt wär, hätt ich auch Hunger gehabt...

Eine Gruppe hatte von der großen Markthalle sogar eine Riesen-Salami mitgebracht, was Extra-Punkte bei der Bewertung gab.
Dabei hab ich dann auch noch einen ehemaligen Mitschüler meiner alten Schule in St. Augustin getroffen, der ein Jahr nach mir Abi gemacht hat und jetzt hier im 2.Semester Medizin studiert. Klein ist die Welt. ;-)











Am Abend gings dann mit den Ersties ins "Dokk Beach" auf der Obuda-Insel. Liegt leider ziemlich weit draußen, hält uns aber natürlich nicht vom Feiern ab (im Gegensatz zu einigen Kommilitonen von Sandra, die lieber zu hause Filme gucken).
Das Dokk Beach ist eine Open-Air Disco, die quasi auf dem Wasser gebaut ist, daher wars zumindest am Anfang etwas kühl. Mit steigender Besucherzahl und ebenfalls steigendem Alkohol-Pegel wurde es aber dann langsam wärmer, sodass wir sogar hinterher 'ne Runde mit dem Tretboot-Schwan gedreht haben...
Alles in Allem ein super Abend, nette Musik, 'ne Menge Mädels, die heute vermutlich 'ne Blasenentzündung haben (bei den Outfits ;-), viel Heinecken und heute dann leider auch viel Kopf...
So'n bisschen komm ich mir vor, wie bei Frauentausch, angesichts der Tatsache, dass Stephan heute was mit Verena machen wollte (was aber glaube ich zeitlich leider nicht hinhaut), und ich gestern abend mit Sandra feiern war. Verdrehte Welt. Aber nächste Woche bin ich ja wieder in Siegburg und danach das Wochenende ebenfalls.

So, heute wird definitiv weniger getrunken, dafür gibts lecker Tiefkühlpizza, die ich ja vorsorglich für den Besuch von Verena, Thorsten und Florian eingekauft hatte, wovon aber keine einzige weggegangen ist...
Wetter ist auch schlecht, daher wird's wohl auf 'nen Spieleabend oder so hinauslaufen.

Viele Grüße
Chris

Donnerstag, 2. September 2010

Blog is back...!

Hallo zusammen,

nach 2-wöchiger Pause meldet sich der Auslandskorrespondent wieder zurück. Wie bereits erwähnt, wollte ich ja während der Anwesenheit meines Besuchs nicht unbedingt jeden Abend ’ne halbe Stunde vor dem Blog verbringen, deswegen schreibe ich erst jetzt wieder.

Gestern Abend habe ich Verena zum Flughafen gebracht und damit waren die zwei Wochen der Besuchszeit (klingt wie im Knast ^^) auch schon wieder rum. Ging verdammt schnell und irgendwie ist es sehr ruhig geworden, hier in meiner Wohnung. Aber das ist wohl normal, dass man sich an Gespräche und Menschen gewöhnt, wenn man zwei Wochen lang mit anderen zusammen eine Wohnung teilt.

In dieser Zeit ist ’ne ganze Menge passiert. Ich versuch’ das mal zusammen zu fassen und hier möglichst knapp vorzustellen.


Nachdem ich vorletzten Mittwoch meinen letzten Eintrag in den Blog geschrieben hatte bin ich donnerstags abends nach hause geflogen und habe dort ein sehr entspanntes Wochenende mit Grillabenden, gutem Wetter, aber vor allem mit Freundin, Freunden und Familie genossen.

Montags morgens ging es dann (leider schon um 4:45 Uhr) wieder in Richtung Köln-Bonn Flughafen und nach einem ruhigen Flug war ich dann um 9:30 Uhr im Büro. Ziemlich jetset-mäßig, mal eben montags morgens nach Budapest zu Arbeit zu fliegen, aber so bin ich halt ;-)

Leider hatte ich mir am Wochenende ’ne Erkältung eingefangen, sodass ich auf Arbeit ziemlich k.o. war, denn mein Hals tat weh und abends kamen dann auch noch Schnupfen und Kreislaufprobleme dazu. Hilft aber nix, denn am Flughafen wollten zwei Jungs abgeholt werden. Somit bin ich dann nach der Arbeit zum zweiten Mal an diesem Montag zum Budapester Flughafen gefahren, um Thorsten und Florian abzuholen, die mich bis Donnerstag morgen besucht haben. Die Fahrt zum Flughafen war die Hölle (Kreislauf) und ich war echt froh, als ich dann mit Thorsten einen Sanitäter in meiner Nähe hatte, für den Fall dass ich wirklich zusammen geklappt wäre; Außerdem hatte Florian Traubenzucker mit, der ganz gut gegen die Kreislaufprobleme half.

Am Dienstag haben die zwei sich dann – nach morgendlichem Affenwurst-Frühstück – in einem ca. 10-15 km-Marsch die Stadt im Hau-Ruck-Verfahren angesehen, während ich arbeiten war. Abends sind wir dann ins Széchenyi-Bad und danach zum Lisz-Ferec-tér und haben den Tag in Ruhe ausklingen lassen.


Mittwoch dasselbe Programm, nur ohne Széchenyi-Bad und Restaurant, dafür mit Einkaufsbummel im Arena Plaza, lauwarmem Bier vor’m Arena Plaza und abendlicher Koch-Action, nachdem ich Verena vom Flughafen abgeholt hatte.

Am Donnerstag ging dann um 5:00 Uhr der Wecker, da Thorsten und Florian um 8:55 Uhr wieder Richtung Deutschland flogen.

An dieser Stelle sei noch mal gesagt: Es waren zwei geile Tage!! Ich fand’s super, dass Ihr vorbei gekommen seid. Die Postkarten sind mittlerweile eingeworfen, Florian...

Donnerstag und Freitag hat sich Verena dann zusammen mit Sandra, Katharina und Arne (die am Dienstag gekommen waren) die Stadt angesehen, während ich arbeiten war.

Am Donnerstag abend waren wir dann auf Empfehlung von Thorsten auf dem Gellertberg ("Das is so'n Päärchen-Ding..." ;-) und danach bei Starbucks. Freitags abends wurde dann ungarisch gegessen, was ziemlich lecker war, bis auf den Paprika/Peperoni-Ring, welcher so was von infernalisch gebrannt hat, dass für die nächsten 15 Minuten alles andere wie Ess-Papier geschmeckt hat. ;-) Cooler Abend nebenbei, mit anschließendem Wein aus dem Supermarkt und Skypen mit Stephan gegen Mitternacht.

Samstag sind wir dann alle zusammen ins Aquaworld gefahren und haben das etwas regnerische Wetter zum Baden genutzt. Sandra hat zwar zwischenzeitlich mit ihrem verlorenen Spind-Chip für Aufregung gesorgt, aber auch diese Hürde wurde gemeistert und in Summe war’s ein super Badetag mit viel Rutschen, Whirlpool und blöden Sprüchen. ;-) Abends gab’s dann selbst gemachtes „Hoppelpoppel“ bei Sandra (wer die alte Karte des Casbah noch kennt) und danach sind wir in die Ruinenkneipe auf ein Bier (oder zwei).

Für Sonntag stand dann eine Fahrt nach Siófok zum Balaton (Plattensee) an, welche wir Vortags noch schnell organisiert hatten. Arne und ich hatten dieselbe Idee gehabt, nur er wollte ursprünglich mit dem Zug fahren. Letzten Endes sind wir aber dann meinem Vorschlag gefolgt und haben uns für einen Leihwagen von Sixt entschieden, da der bei fünf Personen nur geringfügig teurer war, als die Fahrkarten, dafür aber die Fahrzeit um ca. eine Stunde je Weg verkürzt und weil man dann am Balaton mobiler ist. Außerdem weil’s cooler aussieht und weil wir’s können. ;-)

Aus dem Opel Corsa wurde dann auch noch ein Ford Focus, was platzmäßig natürlich um einiges besser war und vor allem für unseren 2,08m großen Arne etwas mehr Beinfreiheit bedeutete.

Sandra hat souverän die Rolle des Fahrers übernommen und meine Aufgabe (oder bzw. die meines Handys) war die Navigation, vor allem im 1,7-Millionen-Einwohner-Moloch Budapest.

Am Balaton war’s dann auch sehr schön, wenn auch ziemlich kühl und windig. Ich wäre gerne gesegelt bei dem Wetter, blauer Himmel und Windstärke 5, aber ohne Boot ist das ja bekanntlich etwas schwierig mit dem segeln.

Dafür sind wir dann aber schwimmen gegangen. Und nachdem Arne und ich uns todesmutig in die ca. 1m tiefen Fluten geschmissen haben, kamen dann auch die Damen nach und nach ins Wasser. (naja, fast alle Damen, ne Schatz ;-)

Ziemlich kalt war’s, aber nach ein paar Minuten, und vor allem, wenn man ganz unter Wasser war, ging’s eigentlich. Den Leihwagen haben wir dann 5 Minuten vor Geschäftsschluss (sonntags 18 Uhr) wieder in Budapest zurückgegeben und den Tag bei Starbucks ausklingen lassen.


Das war dann leider das Ende des guten Wetters und so musste mein Schatz leider Montag, Dienstag und Mittwoch bei schlechtem Wetter zuhause sitzen, bzw. die Stadt im Regen erkunden, während ich ja tagsüber arbeiten musste… Das bitterste an der Sache ist, dass jetzt wieder die Sonne scheint…

Montag abend haben wir das Labyrinth unter dem Burgberg bei (teilweise) vollständiger Dunkelheit mit einer Öllampe erkundet. Das Labyrinth ist nicht wirklich groß, aber trotzdem war’s ’ne witzige Sache und hat Spaß gemacht. Danach sind wir dann noch auf ’nen Kaffee auf die Raday utca und Dienstag abends gab’s dann die lang ersehnte Pizza beim Pizza-Hut im Arena Plaza (was wir ja am Wochenende am Balaton leider nicht geschafft haben).

Gestern waren die 8 Tage Besuch von Verena dann auch leider wieder vorbei und schweren Herzens habe ich sie dann am Abend zum Flughafen gebracht… Auch noch mal an Dich, mein Schatz: Vielen Dank für den Besuch, es war ’ne super schöne Zeit mit Dir!

Hier kehrt jetzt langsam wieder etwas Alltag ein, aber der nächste Heimflug ist ja auch schon in Sicht: Nächsten Donnerstag fliege ich nach Köln. Ich freu mich auf das Wochenende!
Bis dahin wünsch’ ich Euch alles Gute und danke noch mal an alle Beteiligten für die schönen Tage hier in Budapest.


Viele Grüße

Chris



Mittwoch, 18. August 2010

High Society

Nachdem ich heute keinen richtigen Drang hatte, mich weit von meiner Wohnung zu entfernen, um die Stadt weiter zu erkunden, habe ich nochmal einen Blick in meinen Reiseführer geworfen, was man in der näheren Umgebung noch so alles machen kann.
Hier bin ich dann auf das legendäre "Café New York" gestoßen, welches nach dem Café Gerbeaud am Vörösmarty tér das zweit-bekannteste Café der Stadt ist. Dazu muss man sagen, dass Budapest auf eine lange Caféhaus-Historie zurückblickt, welche auch heute noch deutlich spürbar ist.

Nun ja, das Café New York (was nebenbei nur einen Steinwurf von Sandra's Wohnung entfernt liegt), ist im Erdgeschoss des legendären "Palais New York" (5*-Hotel) beheimatet und wurde um 1900 als Literaten-Treffpunkt bekannt, welche hier ihre Tischgesellschaften pflegten.
Nun ist so ein "Laden" normalerweise nichts für mich, da ich mich zum Einen dort nicht großartig wohl fühle und zum Anderen die Karte nicht so ganz mit meiner Gehaltsklasse vereinbar ist. Aber ich wollte es trotzdem nicht verpassen, mir dieses Café mal anzuschauen, oder sogar in diesem stilvollen Rahmen ein Tässchen Kaffee zu trinken - was ich dann auch getan habe.

Von außen sieht der Laden schon riesig groß aus, und auch Innen ist man erstmal sprachlos, vor lauter Goldschnörkel und handgemalten Deckenfresken in ca. 4 Metern Höhe.
Beim Eintreten wurde ich von einer exzellent gekleideten, jungen Dame freundlich begrüßt. Nachdem ich ihr erklärt hatte, dass ich lediglich etwas trinken wollte, geleitete sich mich zu einem Zweier-Tisch und schob mir sogar den Stuhl an. Auch so'ne Sache, die ich lieber selbst mache; Wer weiß ob sie schiebt, oder wegzieht ;-) Nein, natürlich lässt sie keinen auf'n Arsch fallen, aber trotzdem kommt man sich vor, wie im Altenheim...
Naja, dann kam direkt einer der 3 Kellner angerückt, die dort für ca. 10-15 Mann im Einsatz sind und reichte mir die Karte. Nachdem ich eigentlich was ganz Spezielles bestellen wollte, wo ich schonmal im Café New York bin, haben mich dann die Preise wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbefördert... Umgerechnet fast 10 Euro für 'nen Irish Coffee waren mir dann doch entschieden zu viel...

Also hab' ich 'nen Cappucino bestellt, welcher mit immerhin noch knapp 4 Euro zu Buche schlug.
Aber wenn man bedenkt, dass wir für dasselbe Geld in Basel 'ne winzige Tasse Kaffee in 'ner Studentenmensa mit Selbstbedienung getrunken haben, relativiert sich die Sache wieder...
Der Cappucino war lecker und wurde auch mit Wasser und 2 Cookies gereicht, welche allerdings nicht bis zum Foto überlebt haben... ;-)

Am Tisch nebenan hat doch dann tatsächlich ein Mann ca. 2 Minuten einen Wein probiert, bevor er dem Kellner zu verstehen gab, dass der Wein gut sei... Ganz schön viel Show, aber es muss ja auch was hermachen, wenn die Frau dabei sitzt... ;-) Wobei ich mich immer frage: Was passiert eigentlich, wenn ihm der Wein jetzt wirklich nicht geschmeckt hätte? Klar, er bestellt 'ne andere Flasche, aber was passiert mit dem Wein? Korken drauf und wieder ins Regal? Kann ja eigentlich nicht sein. Meine Vermutung ist ja, dass man die Flasche dann trotzdem bezahlen muss, aber den Leuten, die in solchen Etablissments ein und aus gehen, macht das glaube ich auch nichts aus...




Naja, soviel zum High-Society leben... Für mich is dat nix. Immerhin hatte ich mich nach der Arbeit nicht umgezogen, und bin in Hemd und langer Hose dorthin gegangen. Es kommen zwar auch viele Touristen in ganz normalen kurzen Hosen und T-Shirts, aber wo ich schonmal die Klamotten hier hab, kann ich sie ja auch benutzen...

Das war's in Kürze mit Würze. Der nächste Blog-Eintrag wird dann aller Voraussicht nach Anfang nächster Woche kommen, wenn ich wieder hier bin, wobei ich auch noch nicht weiß, ob ich groß Zeit damit zubringe, Blog-Einträge zu schreiben, wenn ab Montag Thorsten und Florian hier sind, und ab Mittwoch Verena...
Ihr seht ja, ob was kommt, oder nicht...

Bis dahin, viele Grüße. Morgen gehts nach hause! *yippie*
Chris

Dienstag, 17. August 2010

Titel sind leider aus heute...

Ha! Wochentags schon so spät, da habt ihr wohl gedacht, heute erspart euch der Overbeck sein dummes Gelaber, aber nix! Hier kommt er, der heutige Post.
Und ehrlich gesagt, muss ich ihn auch heute mit Einleitungen, wie der gerade geschriebenen aufblähen, damit er nicht so mikrig aussieht, denn auch der heutige Tag hat leider nichts Spannendes gebracht, worüber man berichten könnte.
Meine Abendplanung (die es aber eigentlich noch gar nicht so richtig gab), hat mir meine Vermieterin heute vermasselt. Nachdem ich sie am Wochenende dann tatsächlich mal telefonisch erreicht hab, und sie gebeten habe, die Miete mal abzuholen, wollte sie das eigentlich gestern tun. Aber wie die Ungarn so sind, ist daraus natürlich nichts geworden. Als ich dann heute von der Arbeit kam, lag das Geld immer noch in der Küchenschublade. Hierzu muss man sagen, dass es nicht nur nach Mafia-Methoden aussieht, sondern es sind Mafia-Methoden... ;-) Fakt ist, dass das hier wohl folgendermaßen läuft: Man vereinbart einen "Übergabeort" und dann kommt der Vermieter, holt sich seine Miete, lässt 'ne Quittung da, und geht wieder. Ich musste mich erstmal an die Vorstellung gewöhnen, 1.000 Euro einfach in 'ne Küchenschublade zu stecken und drauf zu warten, dass sie irgendwann weg sind, aber da die Wohnung schon vorher von einem Mitarbeiter der STRABAG bewohnt wurde, und das dort auch immer so gelaufen ist, hab' ich mir darüber dann keine Gedanken mehr gemacht.
Jedenfalls habe ich sie heute mal angerufen, und ihr gesagt, sie soll das Geld bis spätestens Donnerstag abholen, da ich es auf keinen Fall hier liegen lasse, wenn ich übers Wochenende in Deutschland bin. Und siehe da, sie will heute noch vorbeikommen. Also hab' ich dann auch gewartet, wo ich schonmal die Gelegenheit habe, sie kennen zu lernen, und nach ca. 90 Minuten kam sie dann auch.
Problematisch war, dass sie keinen Quittungsblock oder ähnliches dabei hatte, und ich natürlich ebenfalls nicht, weil ich davon ausgegangen bin, dass sie einen mitbringt... Also haben wir auf Schmierpapier 'ne Mietbestätigung und Quittierung der Miet- und Kautionszahlung angefertigt, die sie mir dann unterschrieben hat... Ich hab' mir aber überlegt, dass ich am Wochenende mal ein Muster-Formular für 'ne Mietquittung ausdrucke, welches sie mir dann nochmal ausfüllen soll, wenn sie das nächste Mal kommt. So, wie das jetzt aussieht, bin ich mir nicht sicher, was die Sachbearbeiterin für die Reisekosten dazu sagt ;-) obwohl es ja ein rechtskräftiges Dokument darstellt. (sieht halt nur ziemlich scheiße aus...)

Tja, danach bin ich dann mal zum Ostbahnhof aufgebrochen, der ja bei mir um die Ecke liegt, in der Hoffnung, dort noch was Spannendes zu finden. Aber leider Fehlanzeige.
In einem Bahnhof, der von außen riesig aussieht sind ca. 8 Gleise nebeneinander, und in Summe vielleicht 15 kleine Shops (Obstverkäufer, Zeitungshändler, usw.)
Dafür, dass es einer der 3 "großen" Budapester Bahnhöfe ist und Budapest ja immerhin 1,7 Mio Einwohner zählt, hatte ich fast mit sowas ähnlichem wie Köln Hbf gerechnet (wenn auch vielleicht nicht ganz so groß).
Aber dass dort so wenig gebacken ist, hat mich jetzt doch gewundert. Vor allem hat der Bahnhof noch zwei riesige Nebenflügel mit Deckenhöhen von ca. 6-8 Metern, die komplett leer stehen.
Auch kein Mäcces oder Burgerking drin. Einfach nur Leere... Sehr seltsam aus Immobilientechnischer Sicht... Eine Erkläung ist vielleicht, dass man das Innere der Bahnhofshalle nur mit gültigem Ticket betreten darf !?! Also nix mit "Ich will nur Züge gucken" oder so. Damit spart man sich zwar sicherlich bis zu einem gewissen Maß den Stau auf den Bahnsteigen, denn es sind ja jetzt wirklich nur Reisende im Bahnhof unterwegs, und keine "Schaulustigen", allerdings kann ich dann auch verstehen, warum sich dann hier kein McDoof oder BK ansiedelt.
Dafür hab' ich denn beide vorgenannten Fast-Food-Filialen in 'ner Nebenstraße beim Nordausgang gefunden. Und der McDonalds hat sogar 'nen McCafé und 'nen kostenlosen Hotspot! Es könnte also sein, dass er dem Starbucks den Rang abläuft, was das blöde Eintragen meiner Anwesenheitszeit angeht, denn er liegt natürlich wesentlich näher an meiner Wohnung.
Mal sehn...

So, dat war et. Mehr fällt mir heute nicht ein. Morgen gibts nochmal 'nen Eintrag und dann ist erstmal Pause bis nächsten Montag.
Bis dahin alles Gute.
Der Papa

Montag, 16. August 2010

Montag - Ein Tag, wie jeder andere

Tach...
so spektakulär, wie mein Wochenende geendet hat, kann ein ordinärer Montag natürlich nicht laufen. Is ja klar...
Von daher muss ich mir ganz schön was einfallen lassen, was die Schreiberei angeht, denn die Messlatte liegt jetzt natürlich extrem hoch. Zu dumm, dass heute aber auch gaaar nix besonderes passiert ist. Ein Montag halt, man steht früh auf, geht zur Arbeit, fährt irgendwann wieder heim und vertrödelt den Rest den Tages vorm PC, da Regen...
Wobei ich heute morgen tatsächlich mal früher aufgestanden bin als sonst, da ich um 8:00 Uhr einen Termin mit meinem ungarischen Chef hatte, und normalerweise bin ich immer erst gegen 8:15 Uhr im Büro. Somit bin ich also 20 Minuten früher aufgestanden, und - obwohl alles gleich lief wie sonst - 30 Minuten früher als sonst im Büro gewesen !?! Leider war's umsonst, denn das Büro wurde erst gegen 8:15 aufgeschlossen und mein Chef kam erst gegen 8:45 Uhr.
Memo an mich: mit Ungarn nie Termine vor 9:00 Uhr ausmachen...
Wobei, vielleicht könnte man gerade diese Eigenschaft nutzen. Man kommt selbst erst um 10 vor 9 und sagt, man warte schon seit 8 Uhr... Darüber muss ich nochmal 'ne Nacht schlafen.
So, worüber könnte man noch reden, wenn einem Nichts einfällt: Genau, das Wetter.
Wie schon erwähnt, heute ab ca. 15 Uhr granatenmäßiges Wetter mit einem Regen, wie wir ihn in Deutschland nur aus dem Kino kennen. Absoluter Wahnsinn, gottseidank saß ich in der Straßenbahn, als es losging, und die paar Meter von der Haltestelle bis zur Wohnung gingen mit Schirm dann irgendwie...
Als es dann gegen 19 Uhr wieder etwas aufklarte, bin ich nochmal raus um Wasser zu kaufen, was bei den Temperaturen hier wirklich schnell weggeht. Außerdem brauchen wir nächste Woche was für den Nachdurst ;-)
Den richtigen Einkaufsbummel für nächste Woche werde ich dann entweder morgen, am Mittwoch oder zur Not am Montag machen, bevor ich dann abends zum Flughafen fahre...

So, mehr fällt mir auch nicht mehr ein, daher lasse ich jetzt mal die Bilder sprechen:
Kleiner Hinweis zum Wechselkurs: 1 Euro sind derzeit knapp 280 Forint (der Forint steht somit zurzeit sehr gut).
Soll heißen, dass der halbe Liter Bier in der Bar auf der Raday Utca, wo ich das Foto geschossen habe 1,29 Euro kostet. :-)))

Viele Grüße! Am Freitag abend seh'n wir uns.
Donnerstag nacht kommt der Papa nach hause!
Bis dahin...


Sonntag, 15. August 2010

Nix Thermalbad, heute Rutschen!

Vielen Dank an Sandra für den Hinweis mit dem Palatinus-Bad auf der Margareteninsel, aber ich habe mich doch anders entschieden... Es ist zwar mit 34°C immer noch bullig heiß hier, aber leider gewittert es seit heute morgen auch immer mal wieder und auch der ein oder andere Regenschauer ist hier schon runter gekommen.
Aus diesem Grund fielen die Freibäder (Palatinus und Aquarena) für heute raus, und übrig blieb:
DAS AQUAWORLD!

Es ist zwar außerhalb der Stadt, aber wie sagt man so schön: "Der Weg zum Griechen immer lohnt, auch wenn man etwas weiter wohnt." (2 sind nicht zu bremsen, bevor das mit den Wetten wieder losgeht...)
Es gibt vom Heldenplatz einen kostenlosen Shuttle-Service, den ich heute morgen um 11:00 Uhr genommen habe. Nach knapp 30 Minuten ist man dann am Schwimmbad, welches direkt am Ramada Hotel angeschlossen ist. Alles sehr neu, und sieht auch tot-chic aus. Zum stolzen Preis von ca. 20 Euro habe ich dann eine Tageskarte gelöst!! (aber gut, ich geh' ja hier abends sonst nicht weg, da kann man dann auch mal 20 Euro fürs Schwimmbad ausgeben).
Schwimmbad-mäßig muss ich sagen: Es sind die besten 20 Euro, die ich je investiert habe... Unter einer riesigen Glaskuppel, die nebenbei von einem Tragwerk aus Holz (!!!) gehalten wird, hat man hier ein Paradies für alle Wasserratten dieser Welt im King-Louis-Dschungel-Stil angelegt. Wirklich alle Facetten werden bedient, von Whirl-pools, über Strömungskanäle und Surf-Becken bis zu den Rutschen, welche ich natürlich primär getestet habe...
Ja, also was die Rutschen angeht, kann ich nur sagen: "Dat is doch mal wat für Vatters Sohn!", denn Rutschen gibts eigentlich, sowei das Auge reicht:
  • Eine Kinderrutsche, die ich hier der Vollständigkeit halber erwähne.
  • Eine kleine Rutsche, ungefähr so wie im Oktopus die im Nichtschwimmer-Becken (nur was länger).
  • Eine, wo man in einen Strudel reinrutscht und irgendwann in der Mitte durch ein Loch nach unten fällt
  • Zwei High-Speed-Rutschen bei denen man mit ca. 30 km/h unten raus schießt. Die letzte Abfahrt hat in etwa die Steigung von der Wildwasserbahn im Phantasialand (!!!).
    Es gibt hier sogar Rutsch-matten (deswegen heißt eine auch "Flying Carpet"), die nochmal 1-2 km/h mehr rauskitzeln... ;-)
  • Einen Flußlauf mit mehreren Zwischenebenen, so wie im Aqualand in Köln, den man mit Reifen bestreitet.
  • Vier große Reifenrutschen, wovon man bei einer Rutsche ("UFO") in den Innenraum eines riesigen UFO-förmigen Gebildes reinrutscht, und dann - je mehr man an Geschwindigkeit verliert - in der Mitte in ein Portal reinrutscht, und dann gehts weiter... :-))) Für diese Rutsche musste ich nebenbei geschlagene 30 Minuten anstehen, aber es lohnt sich.
Alle Rutschen sind nebenbei vom TÜV Rheinland geprüft *lol*, bei der UFO-Rutsche handelt es sich sogar um eine Kategorie 4-Rutsche nach DIN EN 1069, also die höchste Einstufung, für die besondere Auflagen gelten. Die Dinger gibts nicht so oft...



Draußen gehts dann weiter mit mehreren Außenbecken, Spielplatz, Klettergarten, Beach-Volleyball-Feldern, auf dem heute nebenbei ein Turnier stattfand, und nicht zuletzt 'ner Menge großer Liegen, auf denen man die Sonne genießen kann, die dann gegen Nachmittag doch noch rauskam.

Alles in Allem also ein wahnsinns Erlebnisbad, welches seines gleichen sucht. Ich werde hier auf jeden Fall nicht das letzte Mal gewesen sein, soviel ist sicher.

Viele Grüße
Chris


Samstag, 14. August 2010

Saturday Night - Ein Reinfall

Leider… Nachdem mehrere Reiseführer das „Take 5“ am Deak Ferenc tér als absoluten Geheimtipp angepriesen haben, bin ich eben mit sehr hohen Erwartungen dorthin gefahren, was mal wieder beweist: Besser die Erwartung niedrig ansetzen, dann wird man nicht so schnell enttäuscht und freut sich umso mehr, wenn's doch gut ist... Budapest gilt als Hochburg des Jazz, und nachdem ich am Piano selbst mehrere Jahre Jazz gespielt habe, wollte ich mir eine Live-Vorstellung in Budapest nicht entgehen lassen. Im Take 5 treten jeden Abend Bands auf, bzw. wenn keine auftreten, legen DJs auf. Heute war scheinbar einer der Abende, an denen keine Band auftritt. Der DJ spielte aber leider nur seltsames Zeugs, was man vielleicht noch in der Retro/Dance/Raver-Szene auflegen würde. Mir hat’s nicht so wirklich gefallen, daher hab‘ ich nach zwei Bier – die hier in Budapest nebenbei immer direkt als 0,5L-Glas ausgeschenkt werden – dann relativ schnell den Laden verlassen. Da es am Himmel schon wieder anfing zu rumoren, und auch der ein oder andere Donner zu hören war, der nicht von einem Flugzeug kam, bin ich dann per Metro nach Hause.

Ich könnte wetten, dass die Sommerparty bei Ines mein Abendprogramm um Längen schlägt, aber was solls. Ich bin halt gerade in Budapest, und nicht daheim.

Dafür war der Tag ganz nett. Nachdem ich ja jetzt meine provisorischen Sonnen-rollos installiert habe, konnte ich heute dann den ersten Tag mal lange schlafen, was ich auch ausgiebig getan habe. Um 10:30 Uhr bin ich aufgestanden und hab‘ in aller Ruhe gefrühstückt. Dann der Blick auf’s Thermometer: 34°C!! Bei diesen Temperaturen sollte man zwar eigentlich Ausschau nach Schwimmbädern halten, aber ich hab‘ mich dazu entschieden, den Burgberg zu besichtigen, und dafür morgen ins Schwimmbad zu fahren.


Nachdem ich also mit der Metro bis in die Innenstadt gefahren bin und danach die Kettenbrücke überquert habe, bin ich per Pseudo-Drachenfels-Bahn den Burgberg rauf. Ganze 3 Euro kostet die Fahrt, dafür, dass sie gerade mal 2 Minuten dauert. Dafür spart man sich die Kletterei und vor allem viel Zeit. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die Donau sowie den kompletten Stadtteil Pest.

Nachdem ich dann die Ungarische Nationalgallerie, den Burgpalast sowie das Burgviertel gesehen hatte, bin ich nochmal dorthin gegangen, wo ich letztes Wochenende schon mal abends war: Zur Fischerbastion. Und in der Tat, es ist wirklich ein toller Ausblick von hier oben, auch bei Tageslicht.

Von dort aus bin ich den Burgberg zu Fuß nach unten bis zum Moskauer Platz (Moskva tér), von wo ich per Metro wieder heim fahren konnte.

Also alles in Allem: Viel gesehen von der Stadt. Der Burgpalast bzw. der Ausblick von da oben ist – meiner Meinung nach – eins der Dinge, die man gesehen haben sollte, hier in Budapest.

Der Abend war dann nicht so toll, dafür freu‘ ich mich auf morgen. Je nach Wetter geht’s dann entweder in die Aquarena oder das Aquaworld. ;-)

Viele Grüße nach Hause! Ich hoffe, dass Ihr gutes Wetter habt, und die Sommerparty bei Ines im Garten steigt.

Chris